Stell dir diesen Moment vor: Du hörst auf, eine Klangschale zu spielen, legst den Schlägel ab und ihr Klang schwebt noch immer durch den Raum. Du greifst zur Sacred Forest® Kristallharfe. Ein Ton. Eine kurze Pause. Zwei weitere.
Die Schale klingt noch nach, während du bereits eine kleine Melodie beginnst.
Genau mit einem solchen Übergang kannst du anfangen. Vielleicht hast du eine vertraute Art, eine Session zu eröffnen, eine Zeile aus einem Lied, zu der du immer wieder zurückkehrst, oder einen Rhythmus, den deine Hände gut kennen. Versuche, darin einen Platz für die Harfe zu finden. Vielleicht erklingt sie am Anfang, vielleicht antwortet sie auf deine Stimme, oder sie kommt erst hinzu, wenn die anderen Instrumente leiser werden.
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In diesem Artikel
Klangschalen: Verändere den Hintergrund, entwickle die Melodie
Der lange Nachklang einer Schale gibt dir Zeit, jeden neuen Ton der Harfe aufmerksam zu hören. Du kannst drei Töne spielen und sie ineinanderfließen lassen. Du kannst auch längere Pausen dazwischen lassen, sodass vor allem die Schale wieder hörbar wird.
Wähle eine Schale, zu der du oft greifst. Schlage sie sanft an und füge einen einzelnen Ton der Harfe hinzu, sobald sie erklingt. Probiere bei der nächsten Wiederholung eine andere Röhre aus. Bleibe bei den Klangverbindungen, die dir gefallen, und forme daraus ein kurzes Motiv.
Wiederhole es danach leiser. Lass vor dem letzten Ton mehr Zeit. Achte darauf, ob du die Melodie lieber deutlich über der Schale hörst oder erst, wenn ihr Klang langsam verklingt.
Du kannst auch beide Instrumente gleichzeitig spielen. Mit einer Hand hältst du den Ton der Schale aufrecht, mit der anderen entwickelst du eine Melodie auf der Harfe. So entsteht ein durchgehender Hintergrund, auch Bordun genannt, über dem du einige Töne wiederholen oder frei nach den nächsten suchen kannst.
Wenn du zwei oder drei Schalen griffbereit hast, versuche, zwischen ihnen zu wechseln und dabei weiter auf der Harfe zu spielen. Behalte die gleiche Melodie einen Moment lang bei und wechsle nur die Schale. Höre, wie vertraute Töne vor einem neuen Hintergrund klingen. Spüre dann nach, ob du die Melodie anders weiterführen möchtest.

Höre nach dem Gong auf einen einzigen Ton
Konzentriere dich beim Gong auf den Moment, in dem sein Klang leiser wird. Höre auf, ihn anzuschlagen, lege den Schlägel ab und lausche. Bevor du etwas Neues spielst, nimm wahr, wie viel nach dem letzten Anschlag noch zu hören ist.
Füge nun einen sanften Ton der Harfe hinzu. Wenn er unter dem Gong verschwindet, warte etwas länger. Suche den Moment, in dem du ihn hören kannst, ohne die Röhre kräftiger anzuschlagen.
In diesem Augenblick kannst du zur Melodie vom Beginn der Session zurückkehren. Einige vertraute Töne zu wiederholen, kann beide Abschnitte miteinander verbinden. Spiele sie langsamer oder kürze das Motiv, bis nur noch zwei Töne übrig sind.
Vergleiche beim eigenen Üben dieselbe Melodie nach einer Schale und nach einem Gong. Möchtest du sie beide Male gleich spielen? Oder lädt dich eines der Instrumente dazu ein, deutlich länger zu warten?
Mit der Stimme beginnt ein Gespräch
Hier kannst du mit einem einfachen Summen beginnen. Spiele einen Ton auf der Harfe, höre hin und nimm ihn mit deiner Stimme auf. Wenn er zu hoch ist, summe tiefer in einer für dich angenehmen Lage. Achte darauf, wie sich beide Klänge miteinander verbinden.
Beende das Summen und antworte mit einigen Tönen auf der Harfe. Kehre dann zur Stimme zurück. Halte den gesungenen Ton einmal länger. Ein anderes Mal überlässt du der Harfe einen längeren Abschnitt. Atme frei und lass deinen Atem bestimmen, wie lange du singst.
In diesem Wechsel kannst du den Anfang einer eigenen Melodie entdecken. Wenn du lieber ein bekanntes Lied singst, singe eine Zeile, antworte auf der Harfe und gehe dann zur nächsten über. Höre darauf, welche Töne zum Gesang passen. Du musst nicht sofort eine vollständige Begleitung gestalten.
Wenn du eine Session mit Worten führst, kann eine ähnliche Pause einen Satz vom nächsten musikalischen Abschnitt trennen. Lass die Harfe etwas leiser werden, sprich einen kurzen Impuls und beginne erst nach einem Moment wieder zu spielen. Du kannst die Gruppe zum gemeinsamen Summen einladen und zugleich allen die Freiheit lassen, einfach zuzuhören.
Trommel: Melodie zwischen den Schlägen
Mit einer Trommel kannst du erkunden, an welcher Stelle ein Ton auftaucht. Erklingt er gemeinsam mit dem Schlag oder einen Moment später? Vielleicht setzt die Harfe auch erst ein, nachdem sich der Rhythmus einige Male wiederholt hat.
Wenn ihr zu zweit spielt, beginnt mit einem leisen, einfachen Puls. Eine Person hält den Rhythmus auf der Trommel, die andere fügt einzelne Töne auf der Harfe hinzu. Wiederholt eine Weile dasselbe Muster und verändert dann nur den Moment, in dem die Harfe einsetzt.
Eine weitere Idee ist eine kurze Pause im Trommelspiel. Die Harfe spielt weiter, danach kehrt die Trommel im gleichen Tempo zurück. Hört, wie die vertraute Melodie für einen Moment allein klingt.
Wenn du allein spielst, wechsle zwischen den Instrumenten: einige Wiederholungen des Rhythmus, die Trommel ablegen, eine kurze Antwort der Harfe. Bleibe in einem ähnlichen Tempo und gib dir Zeit für den Wechsel. Auch die Pause gehört zu dieser Idee.
Höre sie zuerst gemeinsam
Wähle für den ersten Versuch die Harfe und ein weiteres Instrument. Stelle beide so auf, dass du sie bequem erreichen kannst, und bereite einen Platz für die Schlägel vor.
Probiere die ausgewählten Klänge miteinander aus, bevor du sie in einer Session einsetzt. Wenn ein Ton nicht passt, versuche einen anderen oder spiele die Instrumente abwechselnd. Wenn die Harfe schwer zu hören ist, spiele das andere Instrument leiser oder warte, bis es verklingt. Gib den Teilnehmenden die Möglichkeit, um ein leiseres Spiel zu bitten.

So könnte eine solche Session klingen
Stell dir nun eine kurze Session mit einer Schale, der Harfe und deiner eigenen Stimme vor. Du wählst Klänge, die beim Ausprobieren gut zusammengepasst haben.
Du beginnst mit der Schale. Du lässt sie einen Moment lang klingen und spielst dann drei Töne auf der Harfe. Du wiederholst sie mit einer etwas längeren Pause vor dem letzten Ton. Die Schale wird langsam leiser.
Du kehrst zum ersten Ton zurück und nimmst ihn mit einem leisen Summen in einer angenehmen Lage auf. Die Stimme endet, die Harfe antwortet. Nach einigen solchen Wechseln bleibst du bei der Harfe allein.
Noch einmal erklingt die Schale. Diesmal spielst du darüber nur zwei Töne aus der vertrauten Melodie. Du legst den Schlägel ab und hörst zu, bis beide Instrumente verstummen.